hlm2024

Anzahl Jungvögel

35

Migrationstag

0

KM bis Andalusien

2300
km

In diesem Jahr hatte die Migration ein neues Ziel: Statt in das Wintergebiet in der Toskana wollten wir nach Andalusien fliegen, um die Jungvögel dort auszuwildern. Im Partnerprojekt Proyecto Eremita wird in Andalusien seit 20 Jahren eine sesshafte Waldrapp-Population aufgebaut. Dort sollten unsere Vögel überwintern. Die rund 2300 Kilometer lange Reise durch drei Länder stellte das Projektteam vor neue Herausforderungen: Vögel und Menschen mussten nicht nur mehr Ausdauer als in den Vorjahren beweisen, sondern es kamen auch neue Sprachen, Länder und Kulturen hinzu. Die Dauer der Migration betrug 43 Tage und wurde in 19 Etappen zurückgelegt.

In diesem Jahr heißt das Ziel zum zweiten Mal Andalusien: Statt in das Wintergebiet in der Toskana wollen wir in den Süden Spaniens fliegen, um die Jungvögel dort auszuwildern. Im Partnerprojekt Proyecto Eremita wird in Andalusien seit 20 Jahren eine sesshafte Waldrapp-Population aufgebaut. Dort sollen auch unsere Vögel überwintern.s

 

Warum Andalusien?

Die globale Klimaerwärmung wird auch für die Waldrappe zur Herausforderung. Die Vögel der Kolonien des nördlichen Alpenvorlandes haben zunehmend Probleme im Herbst die Barriere der Alpen zu überfliegen. Ein neuer Migrationskorridor nach Andalusien soll ihnen ermöglichen, ein geeignetes Wintergebiet zu erreichen, ohne durch die Barriere der Alpen daran gehindert zu werden. 

 

Hier geht es zu den aktuellsten Bildern und Informationen:

Zeitplan für die menschengeführte Migration 2024

KW 14

Entnahme von rund 35 Küken aus den Nestern der Kolonie des Tierpark Rosegg in Kärnten (A).

KW 15 - 18

Aufzucht der Küken im Zoo Karlsruhe (D). Besucher können die Ziehmütter bei der Arbeit beobachten.

KW 19 - 33

Training der Jungvögel am Flugplatz Binningen, Beurener Straße 9, 78247 Hilzingen, Deutschland
Kontakt Campleitung

 

Laura Pahnke

Die Randegger Ottilien-Quelle unterstützt dieses Jahr die Wiederansiedlung des Waldrapps bei Binningen, indem sie kostenfreie Getränke im Camp zur Verfügung stellt. 

KW 34 - 39

Menschengeführte Migration vom Flugplatz Binningen (D) nach Vejer de la Frontera, Andalusien (E).

INFORMATION ZUR FLUGROUTE: 

Nächster Start:  am 02. Oktober 2023, 8:00 Uhr von Villamartín

Wer den Start vor Ort verfolgen möchte, sollte sich spätestens um 7:30 Uhr am Aeródromo Puente Genil einfinden. 

Unter dem folgenden Link können Sie die Migration live verfolgen oder sich im Nachhinein die Route der letzten Etappe ansehen. 

02. Oktober 2023

https://livetrackingapp.com/track.php?user=walter.teamholzmueller@gmail.com&trackID=1696220968103

Tagebuch Migration 2023

Am 02. März 2023 wurden die ersten Eier gelegt. Nach den für den Waldrapp typischen 28 Tagen Brutzeit, rechnen wir am 30. März mit dem Schlupf der ersten Küken. Im Alter von vier bis sechs Tagen werden die Küken dann aus den Nestern entnommen und kommen in die Obhut der beiden Ziehmütter Helena Wehner und Barbara Steininger. Insgesamt sollen in diesem Jahr 35 Küken aufgezogen werden, eine Rekordzahl. Der Tierpark Rosegg stellt seit vielen Jahren einen Großteil der Küken für die Handaufzucht zur Verfügung.

18. Oktober 2023 

Ein kleines Update aus unserem Überwinterungsgebiet in Vejer de la Frontera. Die Zeit vergeht wie im Fluge, und so ist es bereits zwei Wochen her, dass unser Team im Überwinterungsgebiet angekommen ist. Bis auf einige wenige Teammitglieder sind alle wieder gut nach Hause zurückgekehrt.
Unsere jungen Waldrappe befinden sich noch in ihrer großen Auswilderungsvoliere. Hier gewöhnen sie sich an ihre neue Umgebung und passen sich langsam an ein eigenständiges Leben an, obwohl sich ihre Ziehmütter immer noch gut um sie kümmern.
Allen 32 Vögeln, die im Überwinterungsgebiet angekommen sind, geht es prächtig. Von den drei Vögeln, die wir auf dem Weg in das Überwinterungsgebiet verloren haben, warten wir noch immer auf Neuigkeiten.
Die Vögel werden freigelassen, sobald sie von ihren Ziehmüttern entwöhnt sind und die Bedingungen draußen so gut wie möglich sind, so dass sie genügend Nahrung finden, um einen guten Start in ihr Leben in der freien Natur zu haben.

📷: B. Steininger

03. Oktober 2023 

200 Kinder, rund 100 Erwachsene, mehrere Personen in Waldrappkostümen und ein Aufgebot an Musik, Postern und Plakaten hießen uns und unsere Waldrappe heute ganz offiziell in der Provinz Cádiz willkommen. Wir können noch gar nicht in Worte fassen, wie dankbar wir für diese Geste sind und möchten allen Beteiligten, allen Freiwilligen Helfern und Helferinnen sowie allen Partnern unseres Projektes ein ganz ehrliches und großes DANKESCHÖN aussprechen.

Insgesamt ist unser Team 6 Wochen lang und 2300 km weit gereist und wurde auf dieser Reise immer wieder von wunderbaren Menschen unterstützt, auf Flugplätzen empfangen und entlang der Reise begleitet. Mit der heurigen Reise sind nach 400 Jahren erstmals wieder Waldrappe nach Spanien migriert. Und damit wurde auch eine wunderbare Basis für die zukünftige, enge Zusammenarbeit zwischen dem Waldrappteam und dem Proyecto Eremita geschaffen. Nicht nur hier vor Ort, auch bereits auf der Reise stand uns das Projekt mit Rat und Tat zur Seite und half uns auch personell tatkräftig aus.
 

Unsere Waldrappe sind heute allesamt gut in die neue Voliere umgezogen, von wo aus sie in einiger Zeit ausgewildert werden. Helena und Babsi werden von nun an immer weniger Zeit mit ihren Zöglingen verbringen, damit sie sich allmählich der bestehenden Kolonie des Proyecto Eremitas anschließen können.

Nach einer unglaublich spannenden Zeit sagt das diesjährige Team der HLM (human led migration) Danke und verabschiedet sich bis auf Weiteres.
 
📷: R. Beck 

02. Oktober 2023 

Levante, diesen Namen werden wir so schnell nicht mehr vergessen. In den vergangenen Tagen warteten wir auf geeignete Bedingungen, um die letzten 80 km unserer insgesamt 2300 km langen Reise zurückzulegen. Was für unsere Vögel und unser Team eigentlich ein Klacks wäre, erwies sich als außerordentlich große Schwierigkeit. Die Winde in der Provinz Cadiz sind nicht zu unterschätzen und schränken die Zeitfenster, in denen ein Flug möglich ist, enorm ein. Nach drei Pausentagen, entschlossen wir heute einen weiteren Flug von rund 50 km zu wagen und uns dem Ziel wieder ein Stück näherzubringen. Laut Wettervorhersage schienen die Bedingungen gut und nach einem pünktlichen Start waren die Erwartungen und die Vorfreude hoch.

Doch nur knapp 20 km nach dem Abflug wurden die Winde schon deutlich stärker als prognostiziert. Ein Weiterflug wäre ohne Risiko nicht möglich gewesen. Wir haben Glück, solch erfahrene Piloten an unserer Seite zu haben, die riskante Situationen richtig einschätzen und sich und die Ziehmütter wohlerhalten zurück auf den Boden bringen. Sie haben Levante zu spüren bekommen.

Nach kurzer Überlegung beschlossen wir, die Vögel nicht wie geplant zum Flugplatz in Medina-Sidonia, sondern stattdessen direkt in die Zielregion zu transferieren. Da wir uns bereits im zukünftigen Aktionsraum der Vögel befinden, stellt der Transfer für sie nachträglich kein Problem dar. Sie werden zukünftig genug Zeit haben, die Umgebung zu erkunden.

Eine spannende Reise, mit vielen Erlebnissen, Erkenntnissen und Errungenschaften neigt sich allmählich dem Ende zu. Morgen, zu unserem eigentlichen Ankunftstag, erwartet uns noch eine große Willkommensfeier, bei der wir mit all den uns unterstützenden Menschen feiern wollen.

📷: B. Steininger 

28. September 2023 

Nach unserer Ankunft am Aerodromo Villamartin wurde dem Team allmählich bewusst, dass sich diese unglaubliche Reise so langsam dem Ende zuneigt. 18 Etappen und gute 2200 km haben wir bereits bestritten. Nachdem wir nun nur noch 80 km von unserem Endziel entfernt sind, pendeln unsere Gedanken zwischen der finalen Ankunft und der Heimreise in den Norden.

Wir wurden bereits ganz herzlich in Villamartin willkommen geheißen und von einigen Medienproduktionen begleitet. Eine ganz besondere Freude war es, endlich auch mit den Mitarbeitern des Proyecto Eremita in Kontakt zu kommen, die uns sowohl entlang der Reise als auch hier vor Ort tatkräftig unterstützt haben. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit und blicken voller Freude unserer Ankunft in Vejer de la Frontera entgegen.

Das Wetter scheint in den nächsten Tagen ungeeignet. Daher wird ein Weiterflug vor Montag nicht möglich sein.
 
📷: L. Pahnke

24. September 2023 

Manchmal kommt es unverhofft anders als geplant. Auf etwa halber Strecke dieser kurzen Etappe mussten wir mit den Vögeln wegen zu starkem Wind notlanden. In der von Olivenbäumen dominierten Landschaft war nur das Areal einer ausgelassenen Kläranlage dafür verfügbar. Bald kam der Verwalter des Areals und erzählte uns erfreut, dass er gestern im Fernseh einen Beitrag zum Projekt gesehen hat und heute sitzen wir mit den Vögeln unverhofft bei ihm am Gelände. Einen neuen und etwas lästigen Freund hat das Projekt hier auch gewonnen, das ansässige Pferd.
Die Vögel wurde in Boxen gesetzt und reisenim Fahrzeug die restlichen 40 km zum nächsten Standort. Von dort werden wir voraussichtlich am Dienstag weiterfliegen.
 
📷: M. Wehner

23. September 2023 

Bei erstaunlich kühlen 7° C starteten wir heute beinahe pünktlich um 8 Uhr mit unserer 15. Etappe. Ein fantastischer Flug über beeindruckende Landschaft und Olivenhaine so weit das Auge reicht. Auch für das Begleitteam war es heute eine ganz besonders schöne Etappe, da wir die Fluggeräte beinahe die gesamte Strecke lang im Blick behalten konnten.
Die Vögel flogen fast durchgängig in Keilformation und folgten ihren Ziehmüttern unermüdlich. 130 km haben wir heute zurücklegen können und sind unserem Ziel in Vejer de la Frontera erneut ein großes Stück näher gekommen. Es ist schon greifbar nahe!
 
📷: L. Pahnke
 

21. September 2023 

Kein Tag verläuft wie der andere. Seit unserem Start am 21. August sind bereits 32 Tage vergangen, an denen das Team jede aufkommende Hürde erfolgreich gemeistert hat. In den vergangenen Tagen durchlebten wir sowohl Höhen, mit fantastischen Flügen und guten Fortschritten, als auch Tiefen. Drei unserer Vögel sind noch immer vermisst und eines unserer Autos musste zur Reparatur, wobei es unklar bleibt, ob wir es noch vor Beginn der nächsten Etappe zurückerhalten. Zu guter Letzt musste das Camp heute um 500 m verschoben werden, da ab morgen Fallschirmspringer unseren alten Standort am Flugplatz Casas de los Pinos zur Landung nutzen werden. Das bedeutete auch, dass wir die Voliere ein weiteres Mal ab- und wieder aufbauen mussten und das ganz ohne weiter in Richtung Süden zu ziehen. Ein hartes Programm an einem eigentlichen Pausentag, aber auch dies hat unser Team mit Gelassenheit genommen und alles zusammen in Windeseile am neuen Standort eingerichtet. Ein weiteres Mal möchten wir damit auf die hervorragende Arbeit unseres gesamten Teams aufmerksam machen, diese Leistung kann nicht jeder vollbringen. Wir sind begeistert! 

📷: L. Pahnke
 

19. September 2023 

Nachdem wir den gestrigen Flug aufgrund des starken Windes unterbrechen mussten, hatten wir heute umso bessere Bedingungen.  Insgesamt 180 km konnten wir ohne Zwischenlandung zurücklegen. Ein wunderschöner Flug mit bester Windunterstützung. 
Und obwohl die Vögel dem Fluggerät heute kontinuierlich und sehr verlässlich folgten, gab es zwischendurch einen Schreckmoment. Beim Überflug über eine anspruchsvolle Gebirgslandschaft, verstreuten sich die Vögel urplötzlich und acht Vögel gerieten außer Sichtweite. Nachdem einige Minuten verstrichen waren, tauchten die acht unerwartet wieder auf und schlossen sich der Gruppe wieder an. 

Der weitere Flug verlief ohne Komplikationen. Dennoch verloren wir einen unserer Vögel, Stefan, nur knapp 15 km vor der Landung. Wir freuen uns über jegliche Sichtmeldungen und möchten an dieser Stelle auch noch einmal daran erinnern, dass auch zwei weitere Vögel weiterhin vermisst sind. 

 
📷: B. Steiniger
 

18. September 2023 

Wir konnten heute früh endlich in Roquetes starten und hatten anfangs einen prächtigen Flug. Die Vögel waren super motiviert, das Flugteam natürlich auch 🙂. Mit einigem Rückenwind schafften wir 85 Kilometer in knapp zwei Stunden. Bei etwa der halben Strecke nach Olocau, nahe Castellon de la Plana, kamen wir aber wegen zu starker ablandiger Winde nicht mehr weiter und mussten auf einer Karstfläche landen. Es war eine sanfte Landung, das Team und die Vögel sind wohlauf. Nun werden die Vögel in Boxen und die Fluggeräte als Anhänger zum Flugplatz Olocau transportiert. Das Nachteam mit der Voliere ist auch schon dorthin am Weg.
Bereits morgen soll es weitergehen. Das war die letzte Etappe an der Mittelmeerküste. Ab Valencia fliegen wir im Landesinneren, an Granada vorbei, bis wir schließlich in Andalusien den Atlantik erreichen.
 
📷: H. Wehner
 

17. September 2023 

Bis jetzt haben wir die derzeitige Wettersituation beobachtet, um entscheiden zu können, ob ein heutiger Flug möglich sein könnte. Schlussendlich haben sich die Bedingungen aber nicht gebessert und ein Flug scheint auch später am Tag nicht möglich zu sein.

Dennoch, für morgen sehen die Wetterprognosen entgegen der ersten Annahmen deutlich besser aus. Wir sind also vorsichtig optimistisch, dass wir uns morgen endlich in Richtung Valencia (Olocau) bewegen können.

!! Weiterhin bleiben wir auf der Suche nach unseren zwei vermissten Waldrappen und freuen uns über jede weitere Sichtmeldung. Zuletzt wurde einer der beiden in Quinto gesichtet.
 
📷: B. Steininger
Die Waldrappe nutzen die Pausentage, um nach allerlei Leckereien in der Voliere zu suchen.

14. September 2023 

Die heutige Flugetappe war sehr turbulent. Nachdem wir nach dem Start am Flugplatz Bellvei keine Freigabe für die Kontrollzone des Flughafen Reus bekommen haben, mussten wir großräumig ins Landesinnere ausweichen. Dort ging uns ein Großteil der Vögel verloren, möglicherweise infolge einer Greifvogelattacke. Glücklicherweise flogen die Vögel zurück zum Flugplatz Bellvei, von dem aus Barbara und Laura 25 Vögel wieder einsammeln konnten. Zwei Vögel bleiben allerdings vermisst. Für Sichtmeldungen sind wir sehr dankbar. Vermutlich befinden sich die Vögel zwischen Bellvei und Roquetes.

Mit den restlichen 33 Vögeln machen wir morgen eine Pause, da wir eine Regenfront abwarten müssen. Helena und Christina nutzen die Zeit uns suchen nach den vermissten Vögeln.
Bestenfalls geht es dann am 16. September mit 35 Vögeln weiter gen Süden.
 
📷: B. Steininger

10. September 2023 

Der heutige Flug ist über 120 km sehr gut verlaufen. Die 34 Vögel sind großteils in prächtiger V-Formation gefolgt. Sie flogen relativ langsam, aber dafür machte ihr Flug mit vielen Gleitphasen einen sehr entspannten Eindruck.
Erst 10 km vor dem Flugplatz Bellvei störte ein Paraschirm-Pilot mit Rucksackmotor durch sein unsinniges und unverantwortliches Verhalten die Piloten sowie die Vögel. Drei Vögel lösten sich von der Gruppe und verloren den Sichtkontakt. Glücklicherweise wurden sie bereits wenige Stunden später an unserem Ausgangspunkt in Palafolls gesichtet, von wo aus wir sie noch am Nachmittag abholen konnten. 
Wir sind nun an drei aufeinanderfolgenden Tagen geflogen und haben bereits Barcelona hinter uns gelassen. Das ist ein großer Erfolg, der die Vögel und insbesondere das Team beansprucht hat. Nun machen wir jedenfalls einen Pausentag, bevor es weitergeht, entlang der Küste bis Valencia.
 
📷: B. Steininger

9. September 2023 

Ein weiterer, erfolgreicher Flugtag liegt hinter uns. Leider hat es erneut Probleme mit dem LiveTrack gegeben, sodass ihr unseren Flug nicht verfolgen konntet. Um 7.30 Uhr sind wir in Ordis gestartet und bereits nach knapp zwei Stunden, gegen 9:30 Uhr in Palafolls gelandet. Insgesamt 72 km und damit deutlich kürzer als geplant, da wir kurzerhand die Erlaubnis erhielten, die Kontrollzone des Flughafens in Girona zu passieren.

Ebenso beeindruckend wie unsere Waldrappe ist unser Bodenteam, welches sich auch nach 3 Wochen harter Arbeit immer weiter steigert, weiterhin höchste Motivation zeigt und die Voliere mittlerweile in nur knapp einer Stunde am neuen Standort aufbaut. Derzeit besteht das Bodenteam aus 9 Leuten, ohne die die Migration nicht möglich wäre!
📷: B. Steininger

8. September 2023 

 
Vom Sonnenaufgang begleitet, ging es für unser Team heute endlich weiter nach Spanien. Ein wunderschöner Flug am Meer entlang und über die Ausläufer der Pyrenäen hinüber. Insgesamt knapp 100 km Flugstrecke, die auch unsere 7 Abenteurer wunderbar bestritten haben! 

Seit gestern Abend ist das Team wieder vollständig und bereit für alle weiteren Etappen in Spanien. 

 
📷: B. Steininger

5. September 2023 

Wer uns eifrig über den LiveTrack verfolgt hat, wird sich fragen, warum wir unser Ziel in Ordis nicht erreicht haben. Aufgrund von starkem Nebel mussten die Fluggeräte auf einem Feld bei Embres-et-Castelmaure landen. Da sich zudem der Wind immer weiter verstärkte, war ein erneuter Start und Weiterflug auch nachdem der Nebel verschwand, nicht mehr möglich.
 
Provisorisch richten wir unser Camp daher genau dort auf, wo die Vögel mit ihrer Ziehmutter Helena gelandet sind. Alle 26 Waldrappe sind wohl auf und auch die zwei leicht verletzten Vögel wurden bereits mit dem Auto zum neuen Standort gebracht.
 
Währenddessen geben Barbara und Laura weiterhin ihr bestmögliches, um die vermissten 7 Waldrappe bei Grenoble aufzufinden.
Wir melden uns wieder, sobald es neue Infos gibt!
 
📷: L. Pahnke

4. September 2023 

 
Heute hatten wir einen phantastischen Flug vom Flugplatz Saint Martin de Londres, nördlich von Montpellier, zu einem Flugplatz bei Narbonne. Für rund 95 km benötigten wir nur 01:50 h Flugzeit. Die Vögel folgten hochmotiviert, meist in wunderschöner Keilformation und Rückenwind beschleunigte die Formation auf teils bis zu 70 km/h. Getrübt ist die Freude nach diesem Flug nur durch den Umstand, dass wir zum Aufenthaltsort unserer 7 fehlenden Vögeln keine weiteren Hinweise erhalten haben. Zuletzt wurden sie am Sonntag, den 3. September um 15:39 Uhr in der Nähe von Grenoble (Colombe) gesichtet. 
 
📷: B. Steininger

1. September 2023 

Während der Rest des Teams die nächste Etappe nach Mas-de-Londres bewältigt hat, haben Barbara und Laura die fehlenden 17 Vögel in Pérouges gesucht. 10 Waldrappe sind zum Flugplatz in Pérouges, unsere vorhergehende Etappe, zurückgekehrt und konnten dort von ihrer Ziehmutter in Empfang genommen werden.
Leider sind die restlichen 7 Vögel noch nicht gesichtet worden, sie befinden sich aber wahrscheinlich ebenfalls nahe Pérouges. Eventuell sind sie auch auf dem Weg ins nördlich gelegene Lons-le-Saunier. Wir halten euch auf dem Laufenden! 

 
📷: B. Steininger

31. August 2023

Ein sehr anstrengender Flugtag liegt hinter uns. Nachdem wir in der Früh pünktlich und bei gutem Wetter starten konnten, führte der erste Teil unserer heutigen Reise nach Saint Rambert d’Albon, wo wir aufgrund der Länge des zu bewältigenden Fluges einen kurzen Zwischenstopp einlegten, um die Fluggeräte aufzutanken. Bis zu diesem Zwischenstopp war es ein guter Flug, bei dem die Vögel schön folgten. Danach entwickelte sich der Weiterflug leider zu einer großen Herausforderung. Ein Teil der Vögel geriet außer Sichtweite und wir konnten nur 18 von unseren 35 Vögeln zu unserem Etappenziel nach Ardèche führen. Wir sind aktuell auf der Suche nach dem Rest der Gruppe und hoffen, dass sie selbstständig zum letzten Etappenziel zurückkehren. Sobald es Neuigkeiten gibt, werden wir ein Update posten!

 
📷: B. Steininger

27. August 2023

Nachdem sich der Nebel gelichtet hatte, konnten wir mit 3 1/2 Stunden Verzögerung doch noch nach Pérouges starten. Insgesamt legten Vögel und Fluggeräte 111 km zurück, mit einer maximalen Geschwindigkeit von 78 km/h. Wir konnten uns über  eine tolle Windunterstützung und hoch motivierte Vögel freuen. Ein erfolgreicher Flug und auch die Landung bei starkem Wind, haben die Piloten perfekt gemeistert. 

Als kleines Résumé der vergangenen ersten Migrationswoche: 4 Flüge mit insgesamt 440 km haben wir bereits hinter uns gelegt. 
 
📷: B. Steininger

24. August 2023

Für unsere heutige Etappe hatten wir uns eigentlich den Flugplatz in Pérouges zum Ziel gesetzt. Aufgrund der zunehmenden Windstärke und der prognostizierten Unwetter für den Nachmittag/Abend haben wir uns allerdings dazu entschieden, bei unserem Zwischenstopp in Lons-le-Saunier zu bleiben. Bis hierher war es ein fantastischer Flug. Die Waldrappe flogen in hervorragender Keilformation und sehr nah an den Fluggeräten. Bis auf das Wetter kann uns also nichts mehr aufhalten.
 
📷: B. Steininger

23. August 2023

 
Die zweite Etappe ist geschafft. Ein wunderschöner Flug über knapp 170 km. Alles hat super gepasst, wir hatten beste Windunterstützung und die Vögel sind ganz wunderbar mitgeflogen. Immer häufiger fliegen sie nun in Keilformation und auch das Fliegen in ausreichender Höhe scheint ihnen immer mehr zu taugen. Wir sind stolz auf die Vögel und das gesamte Team für diese starke und unermüdliche Arbeit bei über 32 Grad. 
 
📷: H. Wehner

 

21. August 2023

 
Ankunft am Flugplatz Hütten Hotzenwald.

Leider wurde unser LiveTrack während des Fluges unterbrochen. Ganz unabhängig davon sind wir aber ganz ohne Probleme und wie geplant an unserem ersten Etappenziel angekommen. Zusammen mit den 35 Waldrappen, verbrachten die Ziehmütter die Zeit nach der Ankunft auf einer Wiese am Flugplatz, während das Bodenteam auf Hochtouren arbeitete, um die Voliere schnellstmöglich aufzubauen. Insgesamt gehen wir überaus motiviert und voller Vorfreude auf die weitere Migration aus dem Tag. Das Team hat fantastische Arbeit geleistet, sodass wir nun den Abend ganz in Ruhe ausklingen lassen können. 

📷: L. Pahnke

 

 

20. August 2023

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Nach knapp 3 1/2 Monaten in Binningen brechen wir unsere Zelte ab und bereiten uns auf die lange Reise in das Überwinterungsgebiet in Vejer de la Fontera in Andalusien vor.

Zwei Tage lang werkelte das Team bei über 30°C von morgens bis abends. Denn bereits morgen um 8 Uhr wollen wir mit den Vögeln vom Flugplatz Binningen 66 km zum Flugplatz Hütten Hotzenwald, unserem ersten Etappenziel, fliegen.

Geleitet werden die Vögel von zwei Ultraleicht Fluggeräten in denen jeweils eine ihrer Ziehmütter und je ein Pilot sitzen werden. Weiterhin besteht das Team aus 11 Personen, die am Boden unterwegs sind und sich in Teams unterteilen. Ein Team begleitet die Fluggeräte, ein Team transportiert die Voliere und ein Team sorgt für den Abbau des Camps.

Wer sich den Start unserer Migration anschauen mag, ist herzlich dazu eingeladen, bei uns am Flugplatz Binningen (Beurener Str. 9, 78247 Hilzingen) vorbeizukommen.
Da wir bereits um 8 Uhr starten wollen und zu diesem Zeitpunkt bereits alle Interessierten an ihrem zugewiesenen Platz stehen sollten, kommt bitte spätestens zu 7:30 Uhr an den Flugplatz. Dort werden KollegInnen unseres Teams euch einen Platz zeigen, von dem aus ihr die Vögel beim Abflug beobachten könnt. Um die Vögel bei ihrem Start nicht zu irritieren, bitten wir euch, von eigens gesuchten Plätzen auf dem Flugplatz abzusehen. Fragt uns gern, wir zeigen euch einen guten Platz zum Zuschauen.

Wer nicht extra bis nach Binningen fahren möchte, kann unsere erste Etappe, wie gewohnt über den LiveTrack verfolgen. Dieser wird morgen vor dem Start gepostet.

Wir sind sehr gespannt und freuen uns riesig nun endlich gen Süden starten zu können!

📷: L. Pahnke

18. August 2023

Nach einem wunderbaren kleinen Rundflug sind wir heute noch ein letztes Mal in Hilzingen gelandet. Dort, wo sich unsere Vögel in der vergangenen Zeit immer ganz besonders wohlgefühlt haben. Nach einer knappen Stunde Pause ging es dann zurück nach Binningen.
Wir sind bereit für die Migration und freuen uns riesig auf die bevorstehende Reise!

17. August 2023

Das erste Flugtraining mit zwei Fluggeräten ist geschafft!

Nach einer kleinen Zwischenlandung bei Orsingen, ging es heute mit allen 35 Waldrappen und zwei Fluggeräten zum Flugplatz Stahringen. Die Vögel reagierten von Beginn an sehr positiv auf die neuen Begebenheiten und flogen motiviert ihren beiden Ziehmüttern hinterher. Den Flugplatz Stahringen kennen wir bereits aus vergangenen Jahren und freuen uns, dass wir dort immer wieder so herzlich willkommen geheißen werden.

Nun heißt es, abkühlen, ausruhen und neue Energie für den morgigen Trainingstag sammeln. 
📷: H. Wehner
 
 

14. August 2023

Eine schöne kurze Runde für unseren letzten Flug mit nur einem Fluggerät. 
Während Helena und Johannes die Vögel in der Luft leiteten, verfolgten Laura und Barbara das Geschehen vom Boden aus. Ein Begleitauto hält stets Funk- sowie Sichtkontakt zum Fluggerät.



Da das Wetter sich heute von seiner besten Seite gezeigt hat, konnten wir auch heute wieder einen ganz unbeschwerten Trainingsflug machen. Insgesamt 47 km mit ganz wunderbar folgenden Vögeln. 
Nach einem Zwischenstopp bei Aach ging es wieder zurück nach Binningen. 

Am Donnerstag geht es dann spannend weiter, da das zweite Fluggerät hinzugenommen wird.



Wir freuen uns schon! 


📷: T. Gamp

 

12. August 2023

In den letzten Wochen haben die ungünstigen Wetterbedingungen das Training mit den jungen Waldrappen am Flugplatz Binningen, Gemeinde Hilzingen, immer wieder beeinträchtigt.
Auch blieben die Waldrappe, trotz der sehr guten Beziehung zu ihren Ziehmüttern, während der vergangenen Trainingsflüge meist ungewöhnlich weit auf Distanz zum Fluggerät.
 
In den beiden vergangenen Tagen sind uns allerdings zwei sehr schöne Trainingsflüge gelungen, am 10. August zum Flugplatz Sauldorf-Boll mit einer Gesamtflugstrecke von 81 Kilometer und am 11. August zum Flugplatz Pfullendorf mit einer Gesamtflugstrecke von 132 Kilometer.
 
Ursprünglich sollte die menschengeführte Migration in diesem Jahr früher als bisher beginnen, schon im Zeitraum von 7. bis 10. August. Diesen Zeitplan mussten wir aufgrund der Bedingungen ändern. Aktuell planen wir, mit der menschengeführten Migration am Montag, den 21. August, zu starten.
In der kommenden Woche müssen wir die Vögel noch daran gewöhnen, dass sie fortan von zwei Fluggeräten geleitet werden. Das bedeutet, dass fortan beide Ziehmütter gleichzeitig mitfliegen können, was sich gewöhnlich positiv auf die Vögel auswirkt.
 
Wir sind hoch motiviert und zuversichtlich, dass der neue Starttermin, sofern das Wetter mitspielt, eingehalten werden kann.Das Team vergrößert sich einstweilen stetig. Mit Beginn der Migration wird das Team voraussichtlich 15 Personen umfassen.
📷: B. Steininger

11. August 2023

Mit dem heutigen Flugtraining sind wir dem Start der Migration erneut einen großen Schritt näher gekommen. Alle 35 Waldrappe sind dem Fluggerät mit der darin sitzenden Ziehmutter Barbara Steininger eifrig bis zum Flugplatz Pfullendorf gefolgt. Nach einer kurzen Pause ging es dann nach Binningen zurück. Insgesamt haben sie damit eine Strecke von 132 km zurückgelegt.

Schon bald werden wir das zweite Fluggerät hinzunehmen. Ab dann werden beide Ziehmütter gleichzeitig ihre Zöglinge in der Luft begleiten können.

📷: H. Wehner

 

1. August 2023

Noch bis zum 6. August wollen wir Interessierten die Möglichkeit bieten, das Waldrappteam im Camp Binningen besuchen zu kommen.

Die Besuchszeiten sind weiterhin wie folgt:

Montag bis Freitag: 15-17 Uhr
Samstag, Sonntag sowie an Feiertagen: 11-13 Uhr und 15-17 Uhr

Zu diesen Zeiten kann man frei nach Belieben bei uns im Camp vorbeikommen und sich sowohl über das Projekt informieren lassen als auch einen Blick auf die Vögel der diesjährigen Handaufzucht werfen.

📷: H. Wehner

21. Juli 2023

Komm komm Waldi, komm komm. Seit geraumer Zeit hört man Barbara und Helena, unsere beiden Ziehmütter, diese Wörter aus dem Fluggerät herausrufen. Der Lockruf wird vom Beginn der Handaufzucht positiv verknüpft und soll es den Waldrappen erleichtern, ihre, im Fluggerät sitzende Ziehmutter, aufzufinden und sich an ihr zu orientieren. Unermüdlich trainieren die Ziehmütter zusammen mit den Waldrappen, um sie auf die bevorstehende Migration vorzubereiten. Bis zum Start der Migration müssen die Waldrappe dem Fluggerät zuverlässig folgen und auch auf langer Strecke, die Motivation behalten. 

📷: B. Steininger

3. Juli 2023

Hallo, ich bin Gina und nun eine Woche Praktikantin im Camp des Waldrappteams. Ich freue mich sehr, im Artenschutz Projekt des Waldrappteams mitarbeiten zu dürfen.

Vom Campteam wurde ich sofort herzlich aufgenommen. Zu meinen Aufgaben im Camp gehört zum Beispiel das Vorbereiten des Futters für die Waldrappen, das Reinigen der Futterinsekten (Mehlwürmer und Heimchen) und die Besucherbetreuung. Es ist immer schön, wenn viele Leute aus der nahen Umgebung und auch von weiter weg kommen, um mehr über den Waldrapp zu erfahren. Einen Vogel, den die meisten noch nie gesehen haben, von dessen Aussehen und Geschichte aber sofort fasziniert sind.

Besonders spannend finde ich es, beim Flugtraining der Waldrappen dabei zu sein und mitzuhelfen. Es ist immer wieder ein so schönes Bild, die Waldrappen über die Wiesen fliegen zu sehen, bis sie glücklich bei Ihren Ziehmüttern Barbara und Helena landen. Dann beginnen die Waldrappen die Wiese fleißig nach Würmern und anderen Leckereien mit ihrem langen Schnabel zu durchsuchen.
Ich freue mich sehr, die Arbeit des Waldrappteams und die Entwicklung der Vögel miterleben zu dürfen und bin gespannt, was mich die nächsten Tage noch erwarten wird.

📷: G. Gerecke

21. Juni 2023

Manchmal kommen die Dinge anders als geplant. So überzog uns heute, inmitten des laufenden Flugtrainings, ein heftiges Unwetter. Die Gewitterwolken zogen so schnell über den Himmel, dass es keine Chance mehr gab, mit den Waldrappen rechtzeitig zurück zur Voliere zu kommen. Das gesamte Team hat unglaublich gut funktioniert und reagiert, sodass am Ende alle heil aus dem Unwetter herausgegangen sind.

Alle 35 Waldrappe verharrten im Schutz der Ziehmütter auf der Landebahn. Dies zeigt erneut, wie stark die Bindung zwischen Ziehmutter und Waldrappen ist. Instinktiv sammelten sie sich alle eng beieinander und warteten den Sturm am Boden ab. 

Auch das Equipment und das Camp haben keinen Schaden genommen. Die Aufräumarbeiten  sind beinahe abgeschlossen, sodass der Alltag wieder seinen Lauf nehmen kann.

📷: H. Wehner

10. Juni 2023

Mit einem hervorragenden Gefühl startet das Team der diesjährigen Handaufzucht ins Wochenende. Anwohner der Gemeinde Hilzingen hätten in den letzten Tagen bereits zwei Mal das Glück haben können, einen unserer Waldrappe über Ihre Häuser ziehen zu sehen. Denn am Dienstag erfolgte unser erster Freiflug. Beim ersten Verlassen der Voliere herrscht stets eine gewisse Aufregung, sowohl bei den Vögeln als auch beim Team. Umso mehr freut es uns, dass sowohl der erste als auch der zweite Freiflug bestens verlaufen sind.

Während des ersten Freifluges gibt es für die jungen Waldrappe eine Menge zu lernen. So beobachtet man nicht selten, dass sie zwar exzellent fliegen und segeln können, in der Thermik aber erstmal herausfinden müssen, wie man trotz Aufwind wieder Boden unter den Füßen gewinnt.

In den kommenden Wochen wird das Training weiter ausgebaut und die Vögel schrittweise darauf trainiert, den Ziehmüttern im Ultraleicht-Fluggerät zu folgen.

📷: B. Steininger

25. Mai 2023

Heute sind unsere letzten drei Waldrappe – man bemerke, es sind nicht die jüngsten unserer Gruppe – flügge geworden. Paloma, Aurelius und Rabauke haben sich heute auch in die Voliere gewagt und können nun gemeinsam mit den anderen die Sonne genießen und in der Wiese nach Schnecken und Insekten suchen. Für die nötige Abkühlung zwischendurch ist natürlich auch gesorgt.

Doch hier endet unsere Reise noch lange nicht. Bereits in den letzten Tagen wurden die ersten Vorbereitungen auf das bevorstehende Flugtraining mit dem Ultraleichtflugzeug getroffen. Um die Scheu vor unserem Gerät abzubauen, wird den Vögeln, noch bevor sie mit dem Fluggerät in Kontakt kommen, regelmäßig das Motorengeräusch vorgespielt. Anschließend wird das Fluggerät vor der Voliere auf und ab gefahren. So können wir die Waldrappe stressfrei und ganz allmählich an das – für einen Vogel vermutlich durchaus suspekt erscheinende – Fluggerät gewöhnen.

📷: B. Steininger

Wir freuen uns auf die kommenden Wochen und werden euch über die Entwicklung des Trainings weiter informieren.

18. Mai 2023

Auch heute haben wir wieder einen Grund zu Feiern. Begleitet vom besten Wetter, sind Selma, Espi und Layla heute flügge geworden. Damit sind nun über die Hälfte unserer Waldrappe flugfähig und die beiden Ziehmütter, Helena und Barbara, stolz auf jeden einzelnen ihrer Zöglinge. Sind doch gerade erst drei in die Voliere geflogen, rücken die Nächsten schon auf die Rampe des Aufzuchtwagens nach und schauen neugierig in die Voliere. Wir sind gespannt, welcher Waldrapp als Nächstes den Abflug wagt.
Ganz herzlich laden wir alle Interessierten ab Montag, den 22. Mai zu uns in das Informationszelt (Beurener Str. 9, 78247 Hilzingen) ein. Zu folgenden Uhrzeiten stehen wir euch vor Ort zur Verfügung:
Montag bis Freitag von 15 – 17 Uhr
Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 11 – 13 Uhr sowie von 15 – 17 Uhr.
Gesammelt in einer geführten Gruppe könnt ihr zu diesen Zeiten die Waldrappe mit uns beobachten gehen. Da weiterhin Flugbetrieb herrscht und wir die Waldrappe nicht erschrecken wollen, bitten wir von eigenständigen Besuchen Abstand zu nehmen.
Bei Fragen stehen wir euch gerne telefonisch zur Verfügung
+49 152 524 246 97
📷: H. Wehner

10. Mai 2023

Montagmittag war es so weit, für Ziehmütter und Waldrappe stand der Umzug aus dem gut besuchten Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe ins mobile Trainingscamp in Binningen an. Umgeben von ländlicher Idylle wurden sie am Nachmittag bereits sehr herzlich in ihrer neuen Bleibe für die nächsten zweieinhalb Monate willkommen geheißen.

Für die Waldrappe bedeutet der Umzug eine Veränderung der Extraklasse. Bereits kurz nach der Ankunft im neuen Aufzuchtwagen erkundeten die ersten Waldrappe die Rampe zur Außenvoliere und den Boden des Wagens. Wir sind bereits ganz gespannt, wer sich als Erstes in die Voliere traut und damit das Flügge werden unserer Waldis einläutet.

Unsere Besuchszeiten vor Ort werden in den kommenden Tagen bekanntgegeben
📷: B. Steininger

31. April 2023

Mit knapp 28 Tagen zeigen unsere ältesten Küken bereits ihr wunderschönes Federkleid. Auf den ersten Blick erscheint es schwarz, doch mit ein bisschen Sonnenlicht schillert es in allen Regenbogenfarben. Nicht nur toll aussehen tut es, unsere Größten entdecken immer mehr ihre eigenen Flügel und sind mit Sicherheit schon am Grübeln, was man damit alles machen kann. Als Vorbote des Flüggewerdens, sind bereits die ersten Flügelschläge bei uns zu beobachten.

Auch unsere Kleinsten beginnen jetzt mit der Ausbildung des Federkleides.

Kommt im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe vorbei und schaut euch unsere Waldrappküken an. Im Besucherzelt könnt ihr euch zudem über das Projekt informieren und all eure Fragen beantworten lassen.

📷: B. Steininger

22. April 2023

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag, den 21. April, ging es für unsere Küken auf ihre erste große Reise. Nachdem die beiden Ziehmütter, Helena und Barbara, die Küken am Donnerstag noch wie gewohnt versorgt haben, packte der Rest des Teams bereits alle nötigen Dinge für den Umzug vom Tierpark Rosegg in Kärnten zum Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe zusammen.
Erst am Abend, nach der letzten Fütterung, wurden die Küken in unser Fahrzeug verladen. Wie es die Elterntiere auch machen würden, erhalten die Küken bei uns vom späten Abend bis zum nächsten Morgen kein Futter. Dies ermöglichte es uns, die Küken während der Fahrt nicht stören zu müssen.

Wir bedanken uns ganz herzlich beim Team des Zoos, das uns auch noch mitten in der Nacht sehr herzlich in Empfang genommen hat. Alle Küken haben die Fahrt gut überstanden und nehmen weiterhin kräftig zu. Seit gestern ist es den Zoobesuchern/Zoobesucherinnen möglich, die Handaufzucht im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe zu beobachten und sich bei uns im Informationszelt über das Projekt zu erkundigen.

Wir freuen uns über zahlreiche Besucher*innen!

📷: B. Steininger

17. April 2023

Unsere Gruppe ist vollzählig!

Auch die letzten zwei Nachzügler sind heute erfolgreich in ihre neuen Nester im Aufzuchtscontainer umgezogen.

Wir freuen uns, dass sich bisher alle Küken gut in ihren neuen Nestern eingelebt haben und bereits große Fortschritte in der Entwicklung zeigen!

Unser größtes Küken bringt bereits stolze 883 g auf die Waage, unser jüngstes Küken 110 g. Aber auch die kleinsten werden schon ganz bald aufholen.

Am 20. April starten wir dann am Abend die große Fahrt nach Karlsruhe. Dort wird es Zoobesuchern möglich sein, die Handaufzucht zu beobachten.

📷: B. Steininger

7. April 2023

Die diesjährige Handaufzucht im Tierpark Rosegg in Kärnten ist gestartet. Am gestrigen Nachmittag haben wir die ersten 10 Küken aus den Nestern entnommen. Nach einer kurzen medizinischen Untersuchung, dem ersten Wiegen und dem Anbringen der Markierungen (kleine farbige Bändchen an den Beinen) durften sie auch schon in ihre neuen Nester umziehen. Die Küken sind zwischen vier und sieben Tagen alt und allesamt wohlauf.

Auch die erste Nacht ist gut überstanden und alle Küken sind putzmunter aufgewacht, auch wenn es scheint, als hätten wir in diesem Jahr ein paar Langschläfer unter den Küken.

Helena und Barbara sind fleißig am Füttern und versorgen die Küken mit vollem Elan.

📷: B. Steininger